Für einen neuen Rentenkonsens

Hannover (18. Oktober). Die IG BCE fordert einen neuen Rentenkonsens, der mindestens von den Volksparteien Union und SPD getragen wird. Ziel ist es, die Alterssicherung zukunftsfest zu machen. Dazu muss ein ganzes Maßnahmebündel auf den Weg gebracht werden. Der 5. Ordentliche IG-BCE-Kongress entwickelte dazu detaillierte Forderungen und Vorschläge.

Die IG BCE drängt darauf, dass jedem Versicherten mit dem 65. Lebensjahr ein ungekürzter gesetzlicher Rentenanspruch zusteht. Beschäftigte mit 35 Versicherungsjahren können ab dem 63. Lebensjahr vorzeitig in den Ruhestand gehen, haben dann allerdings Rentenabschläge von 0,3 Prozent im Monat hinzunehmen. Bei 45 Versicherungsjahren sollen die Arbeitnehmer unabhängig vom Lebensalter eine ungekürzte Rente erhalten.

Die Rentenversicherung kann Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt nachträglich nur sehr begrenzt korrigieren. Deshalb kommt es darauf an, durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, Regulierung von Leiharbeit, Vermeidung von Niedriglöhnen und Befristungen die Versicherungsverläufe der Menschen zu stärken. Der gewerkschaftliche Forderungskatalog
(Auszüge):

• Einführung eines Mindestlohns.

• Verbesserung der Erwerbsminderungsrente.

• Die Beitragssenkung zur gesetzlichen Rentenversicherung vom 1. Januar 2013 muss rückgängig gemacht werden und stattdessen eine Demografie- und Nachhaltigkeitsrücklage aufgebaut werden.

• Das Rentenrecht in den alten und neuen Bundesländern soll bis 2020 in Schritten vereinheitlicht werden.

• Im Rahmen der kapitalgedeckten Altersvorsorge soll die betriebliche Altersvorsorge gegenüber der individuellen Privatvorsorge gestärkt werden.

• Notwendig sind genügend sozialversicherungspflichtige (Teilzeit-) Arbeitsplätze und sichere flexible Übergänge in die Rente. Dazu ist die Teilrente ab dem 60. Lebensjahr als eigenständige Altersrentenart einzuführen.

Blue Flower

2017  Betriebsrat ac-Folien   globbers joomla templates