Chemie-Tarifrunde 2014/Tarifbezirk Baden-Württemberg

Tarifverhandlungen ohne Ergebnis

Die 1. Verhandlungsrunde für die rund 73.000 Tarif-Beschäftigten in der baden-württembergischen Chemieindustrie ging am Freitag (6. Dezember) ohne Einigung zu Ende. „Die Arbeitgeber reden eine gute wirtschaftliche Situation, die unsere Entgeltforderung von 5,5 Prozent mehr als rechtfertigt, herunter“, so IG BCEVerhandlungsführerin und IG-BCE-Landesbezirksleiterin Catharina Clay. Eine überraschende Aktion der IG-BCE-Jugend verzögerte zuvor den geplanten Beginn der Tarifverhandlung.

              Foto: Klaus Hecke
Junge Gewerkschafter überreichten den Arbeitgebern Glückskekse      Junge Gewerkschafter überreichten den Arbeitgebern vor den Tarifverhandlungen Glückskekse mit Sprüchen wie „Ausbildungsplätze dürfen keine Glückssache sein“.
 

„Die Umsätze in der Branche sind in den drei ersten Quartalen 2013 gestiegen, sie stabilisieren sich auf hohem Niveau. Auch die Aussichten für 2014 sind gut. Gleichzeitig sind jedoch die Beschäftigtenzahlen leicht rückläufig. Der Verteilungsspielraum für kräftige Entgelterhöhungen ist also absolut gegeben“, stellte Clay fest.

"Die Arbeitgeber erklären, dass ihre Kosten gestiegen sind – beispielsweise für Rohstoffe und Energie. Dass sie einen Teil davon auf ihre Produkte umlegen können und damit wir Verbraucher die Zeche bezahlen, davon reden sie nicht. Wir können steigende Kosten – zum Beispiel für Energie – an Niemanden weitergeben. Auch darum ging es uns bei der ersten Verhandlung“.

Foto: Klaus Hecke
Eine überraschende Aktion der IG-BCE-Jugend verzögerte den geplanten Beginn der Tarifverhandlung.            Eine überraschende Aktion der IG-BCE-Jugend verzögerte den geplanten Beginn der Tarifverhandlung.
Eine überraschende Aktion der IG-BCE-Jugend verzögerte den geplanten Beginn der Tarifverhandlung. Passend zum Nikolaustag verkleideten sich junge Gewerkschafter als Weihnachtsmänner und -frauen. Sie überreichten den Arbeitgebern Glückskekse mit Sprüchen wie „Ausbildungsplätze dürfen keine Glückssache sein“. 

Mit dem Auftakt im Tarifbezirk Rheinland-Pfalz haben am Montag (2. Dezember) im pfälzischen Frankenthal die regionalen Tarifverhandlungen in der Chemiebranche begonnen. Auch die Tarifbezirke Nordrhein und Hessen verhandelten in dieser Woche ohne Ergebnis. 

Die IG BCE fordert in der Chemierunde 2014 eine Erhöhung der Entgelte um 5,5 Prozent und eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 60 Euro . Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Außerdem will die Gewerkschaft den Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“ fortschreiben und die Übernahmesituation nach der Ausbildung verbessern.

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